Wir brauchen neue Feiertage!

Es wird gerade viel über einen Religiösen Feiertag gestritten, dem Karfreitag. Bisher konnten Menschen evangelischen Glaubens diesen Feiertag extra einfordern, doch nach einem EuGH Urteil, der die Gleichbehandlung aller Konfession vorschreibt und somit auch allen anderen Österreichern diesen Feiertag zugestanden hat, beschloss die Regierung den Feiertag gleich ganz abzuschaffen. Zuerst wurden die Arbeiter mit einem „halben“ Feiertag verarscht, doch sogar das war  Teilen der Wirtschaft zu viel.

Mittlerweile fordert der Präsident der Industrieellenvereinigung Kapsch sogar die Abschaffung ALLER Feiertage!

In der Debatte wird eines übersehen: Die meisten unserer gesetzlichen Feiertage sind immer noch kirchlich! Das Verhältnis der Kirchlichen Feiertage zu den anderen Feiertagen ist nicht im selben Verhältnis wie die Rolle der  Kirche in der Gesellschaft.  Das heiß natürlich nicht das wir an diesen religiösen Feiertagen rütteln sollten, die Religion ist ohnehin nicht mehr wichtig, den allermeisten Menschen ist die freie Zeit zu einen planbaren Zeitpunkt OHNE Abzug von Urlaub oder Arbeitszeit sehr wichtig und ist ein wichtiger Teil unseren sozialen Lebens.

Allerdings könne man den Überhang ausgleichen indem man mehr Laizistische, Republikanische Feiertage einführt. Durch die Erklärung von bedeutenden Jahrestagen z.B. kann eine Gesellschaft zeigen dass ihr der demokratische Fortschritt etwas bedeutet und daran immer erinnert werden soll.

Folgende Tage wären dafür geeignet:

  • 11. Jänner  Reichsrat beschließt 1907 erstmals ein allgemeines Wahlrecht
  • 8. März Weltfrauentag
  • 15. April Gründung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes
  • 27. April Die Zweite Republik wird proklamiert
  • 8. Mai Tag der Befreiung vom Faschismus
  • 17. Mai Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie
  • 1. September Weltfriedenstag
  • 12. November Proklamation der Ersten Republik
  • 18. Dezember Einführung des Frauenwahlrechts in Österreich

 

In Deutschland werden in einzelnen Bundesländern schon erste Schritte gemacht, so hat die Stadt Berlin den Weltfrauentag zum Feiertag erklärt.

Es gibt natürlich die ständigen Jammerer von der Wirtschaft, die entsetzt darauf hinweisen was denn so ein Feiertag kostet, und dass Österreich als katholisch geprägtes Land doch eh schon zu viele Feiertage hat, an dem die armen Bürger vom hemmungslosen Konsum abgehalten werden. Doch die Arbeiter, welche mit ihrer Arbeitskraft die Gewinne der Unternehmer erwirtschaften, haben ein deutliches Plus an Freier Zeit verdient. Neben der Forderung nach einer Sechsten Urlaubswoche für Alle können auch zusätzliche Feiertage helfen den Stress aus der immer flexibler und schneller werdenden Wirtschaft abzubauen.